Klout spaltet die Twitterer

Schon seltsam, da hat man ein Instrument erfunden, das den sozialen Einfluss einer Person messen können soll und wenn man dieses dann entsprechend als User benutzt und sein Umfeld darüber (beispielsweise über Twitter) informieren will, dass man wohlüberlegt einen entsprechenden Punkt (+K) an eine andere Person in einer bestimmten Rubrik vergeben hat, dann fühlen sich andere Follower gestört. Andererseits jedoch soll es offensichtlich völlig in Ordnung sein, entweder überhaupt nichts bzw. wenig zu posten oder aber fast ausschließlich zu retweeten oder nur gewissen Personen zu antworten, wovon die übrige Twittergemeinschaft wiederum auch recht wenig hat (was ich persönlich jedoch wohlgemerkt völlig in Ordnung finde, da ich insgesamt für das Recht auf freie Meinungsäußerung bin) .

Zusammenfassend also: Die einen lieben Klout, verwenden es und informieren auch (teilweise zumindest) hierüber, die anderen sind dagegen und fühlen sich gestört, wenn andere diesbezüglich twittern.

Nun bin ich ratlos und wende mich an die Netzgemeinschaft mit folgender Frage:

Was meint ihr, sollte man derlei Postings generell unterlassen oder nicht? Ich hoffe auf Antworten und bin schon sehr gespannt darauf!

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9 thoughts on “Klout spaltet die Twitterer

  1. Hi, ich nutze Klout erst seit kurzem und finde es ist eine durchaus nützliche app, doch die tweets stören mich auch ein wenig, besonders, wenn es viele hintereinander sind. Eigentlich sind sie überflüssig, weil man auf seinem Klout account alle Aktivitäten sowieso sieht. Ich finde es gut, dass du dieses Thema zur Sprache gebracht hast. Hoffe, es beteiligen sich viele an der Diskussion.
    LG

  2. Jetzt musste ich erstmal schauen, was dieses Klout schon wieder ist … Weiß nicht, für mich klingt das nach einem Ego-Tool, einem „Schwanzmesser“ bzw. nach einem Tool für Leute, die Marketing in Social Media betreiben. Ich mein, was nützt es?
    Für mich selbst sehe ich da keinen Belang drin. Aber ich bin eh Social Media gegenüber recht skeptisch eingestellt. Ich mag die Möglichkeitet, dass ich schnell in Verbindungen mit anderen Menschen treten kann, die nicht mal auf demselben Kontinent wie ich leben; aber der ganze Hype, der darum gemacht wird, ist mir doch zu viel.

    Aber zum Thema, ob das in der Timeline stört: Ist wahrscheinlich so störend wie Meldungen von Goodreads, dass man dem und dem Buch X Sterne gegeben hat oder auf der und der Seite ist mit Lesen. Glücklicherweise fluktuiert aber meine Timeline z.T. so stark, dass ich das gar nicht alles mitbekomme und mich auf die wirklich wichtigen Tweets mit Inhalt konzentrieren kann. (Natürlich versteh ich schon, dass sich einige aufregen, aber, mei, man muss doch nicht wegen jeder Pups-Anwendung so ein Fass aufmachen.) Vll. legt sich das mit diesem Klout auch ziemlich schnell wieder.

  3. Vielen Dank für eure Meinungen. Insgesamt ergibt sich für mich ein nach wie vor etwas uneinheitliches Bild, werde es aber wohl mit jrlas so halten, dass ich es (zunächst) nicht mehr poste, wenn ich +K vergebe (auch wenn ich anderen gerne mitteilen würde, dass ich eine Person in einer bestimmten Rubrik sehr schätze – aber man muss überall im Leben Abstriche machen, denke ich) 😉

  4. Man kann das so pauschal nicht sagen. Jeder sollte so tun, wie er meint. Ich nutze Twitter fast ausschließlich für Business, um halt Werbung zu machen. Wie viele andere auch. Ich mag aber auch gern einfach so ein bißchen plaudern oder Dinge posten, die ich interessant finde. Internet ist ein Chaos-Platz schlechthin. Wegen meiner Aussage muss niemand etwas tun oder unterlassen, was er nicht will. Wie schon gesagt, ein jeder tue, wie es ihm Spass macht.

    @Uwe Kullnick Wen es nicht interessiert, der muss ja nicht zwangsläufig was dazu sagen. Jeder kann doch sich unterhalten, über was er meint. Was interessant ist oder nicht, ist relativ.
    Schönen Tag noch. 🙂

    LG

  5. Ich würde mich nicht davon beeinflussen lassen. Es kommen täglich so viele Posts, die mir gern gestohlen bleiben können und die deutlich nerviger sind als Deine +K Meldungen. Niemand muss sie lesen oder beachten. LG Uwe

  6. Ich fühle mich da mal direkt angesprochen, da ich dich ja wegen der Klout-Tweets angesprochen hatte.
    Dabei war das Problem für mich nicht primär, dass es Tweets von oder über Klout waren. Was mich (auch in anderen Zusammenhängen) stört, sind automatisierte Tweets, insbesondere wenn sie massiert auftreten. Ich sehe Twitter halt als schöne Möglichkeit, mit Menschen zu interagieren, nicht mit Skripts.
    Natürlich kann ich über solche Tweets hinweglesen (und dass auch andere das tun, steht ja schon in den Kommentaren), aber was ist denn eigentlich der Nutzen solcher Tweets, wenn sie von den Followern gar nicht richtig wahrgenommen werden? Das gleiche gilt beispielsweise, wenn jemand 25, 30 FFs in fünf, sechs Tweets hintereinander postet. Da lese ich drüber weg, ohne auch nur einen von denen anzuklicken. Die mit den Tweets verbundene Absicht hat sich also genau ins Gegenteil verkehrt. Wenn mir jemand, dem ich mit Interesse folge, aber am Freitag zwei, drei Leute vorstellt und mir auch sagt, warum ich denen folgen sollte, dann ist die Chance, dass ich mir die anschaue und ihnen probeweise mal folge, deutlich größer.
    Ein bisschen erinnert das an das alte „Show, don’t tell“-Paradigma: erzähl mir nicht, dass jemand interessant genug ist, um ihm zu folgen oder dass er einflussreich ist, sondern zeige es mir. Indem du mit ihm öffentlich interagierst (Retweets, Gespräche etc.). Wenn du dadurch den anderen für mich interessant genug machst, dann tust du mir damit einen größeren Gefallen, als mit automatisierten Tweets. (Und dem anderen eventuell auch, wenn ihm etwas daran liegt, dass ich ihm folge.)
    Nur mal als Beispiel: was ist ansprechender, macht neugieriger, weckt mehr Interesse?
    „I gave Hans Meier +K about Philosophy.“
    „Hans Meier ist der Meinung, Plato hätte vor 2000 Jahren die Lösung für unsere derzeitige Finanzkrise ersonnen.“
    Natürlich will ich damit niemandem vorschreiben, was er oder sie twittern soll/darf/kann. Aber ich stelle die These auf, dass ein Großteil dessen, was anscheinend für sinnvolles (Selbst-)Marketing auf Twitter gehalten wird, zumindest wirkungslos, wenn nicht sogar kontraproduktiv ist.
    Ich denke, das einzige, was wirklich hilfreich ist, ist interessant und authentisch zu sein.
    Nur weil mir ein Autor jeden Tag wieder die gleichen fünf Publikationen in meiner Timeline anpreist, kaufe ich sie noch lange nicht. (Vielleicht, wenn dadurch die Anpreisungen aufhörten …). Auf der anderen Seite gibt es eine Reihe von Leuten, denen würde ich sofort eine Buch abkaufen, wenn sie eines schreiben würden, einfach, weil sie mit ihren Tweets mein Interesse geweckt haben.
    Aber ich merke, ich komme vom Hundersten aufs Tausendste und wollte eigentlich sowieso schon seit Längerem einen Blogartikel zu diesem Thema schreiben. Alles weitere dann also zu gegebener Zeit dort.
    Und nichts für ungut, dass ich dazu beigetragen habe, diese Diskussion loszustoßen.

  7. Ich finde das alles wirklich äußerst interessant und ich glaube inzwischen ein bisschen zu durchdringen, wo der Hauptunterschied liegt (ist jetzt einfach mal so meine These): Diejenigen, die sehr vielen folgen und auch viele Follower haben, sind eher bereit, automatisierte Tweets zu verwenden und auch bei anderen zu akzeptieren. Ganz einfach aus dem Grund, dass man nicht die Zeit hat, jedem an jedem Tag eine persönliche Nachricht zu schicken (so schade das auch ist)
    Man möchte aber dennoch anderen ein „Dankeschön“ zukommen lassen für ihre besonderen Aktivitäten, die einem zusagen etc. So kommt es dann zu den automatisierten Tweets. Dafür hat man dann ab und an auch noch Zeit für persönliche Tweets. Für mich persönlich macht’s die Mischung und ich bin noch am Überlegen, wie ich jetzt künftig mit der ganzen Sache umgehe …
    Aber ein großer Dank an alle für ihre Beiträge hier!
    P.S.: Auf mich persönlich hat eine +K – Meldung übrigens durchaus Einfluss – ich klicke die Person mal an. So unterschiedlich sind die Leute eben 😉

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