Was man als kleiner Verlag so alles mit dem Buchhandel erlebt

Dem kann ich mich nur anschließen …

Seitenflügel

Die Rollenverteilung im Buchhandel scheint klar: Amazon ist böse, »der kleine Buchladen um die Ecke« hingegen ein Segen. Wirklich? Wir haben mit unseren Büchern andere Erfahrungen gemacht

Text: Manuela Thieme, Foto: Sashkin/Shutterstock

Über Amazon wird viel geschimpft, der Online-Händler gilt als Dämon schlechthin. Als kleiner Verlag können wir nach über zehn Jahren Vertragspraxis mit Amazon sagen: Uns ergeht es da nicht schlechter als im übrigen Buchhandel. Ob bei Amazon oder den großen Zwischenhändlern des stationären Buchhandels wie KNV, Libri und Umbreit – immer kassieren sie 50 Prozent des Buchpreises. Unsere Bücher im Perfect-Paperback-Format kosten meist 9.90 Euro. Bleiben 4.95 Euro für Autor, Verlag, Marketing, Versand, Druck.

Stefan_Schwarz_Buecher_MixBuchhändler verdienen mehr an einem Exemplar als der Autor. Ist das gerecht?

Wir haben als Seitenstraßen Verlag ein paar gute Bücher verlegt, kurze satirische Geschichten über wackere Ehemänner, Liebhaber, Pärchenbetrieb, Lotterbetten, über eigensinnige Weltenbummler, über Großstädter, die aufs Land zogen und dort nicht nur ihr grünes Wunder erlebten. Insgesamt sind es bisher…

Ursprünglichen Post anzeigen 923 weitere Wörter

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7 thoughts on “Was man als kleiner Verlag so alles mit dem Buchhandel erlebt

      1. Sehe ich auch so, leider. In anderen Branchen gibt es ja vergleichbare Zustände. Im Onlinehandel wird zu oft nur feindliche Konkurrenz gesehen, statt eigener Chancen. Und dem wird dann auch noch mit Rückzug auf defensive Haltung und Kerngeschäft begegnet. Da wäre mehr Einfallsreichtum und wirtschaftlich flexibleres Denken zielführender. Oder überhaupt wirtschaftliches Denken. Der massenhafte Niedergang kleiner Läden deutet da auf einen eklatanten Mangel hin. Sehr bedauerlich.

      2. Du sagst es: wirtschaftliches Denken. Doch das teilweise (klar, es gibt immer Ausnahmen!) buchhändlerische Denken führte beispielsweise schon mal zu dem Satz eines Buchhändlers in einem Gespräch mit mir: „Für 35 % stehe ich morgens nicht mal auf.“ Das hat mir dann doch zu denken gegeben …

      3. Ich kann nur mutmaßen, dass der Buchhändler den Unterschied zwischen Einzelhandelsaufschlag und Einzelhandelsanteil nicht kennt. XD

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